Manufaktur

BEI DEN GRAVEUREN

Manufaktur trifft Künstler. Die Produktion beginnt mit der Erstellung eines Prägewerkzeuges aus den Händen des Graveurs. Er ist Künstler und Handwerker zugleich. Er sticht das spätere Motiv in Stahl und legt so das Fundament. Deumer hatte immer wieder das Glück Deutschlands beste Graveure auszubilden, zu beschäftigen oder mit Ihnen Deumers wohl Berühmtester Graveur war Wilhelm Jüngermann, Lehrer, Zeichner, Medailleur und Bildhauer, der weit über seine Heimat Lüdenscheid hinaus bekannt wurde.Heute werden die Graveure bei Ihrer Arbeit zusätzlich von moderenen CNC-Fräsmaschinen unterstützt.


IN DER PRÄGE

Der Präger gibt jedem Werkstück Form und Motiv. Ist das Werkzeug gehärtet wird aus Messing, Kupfer oder Silber ein Rohling in der richtigen Stärke ausgeschnitten, einzeln und von Hand in eine Prägepresse eingelegt und mit bis zu 800T 1x, 2x oder 3x geprägt. Sorgfalt und besondere Kenntnisse beim Einrichten und Bedienen sind entscheidend, um einerseits nicht das Werkzeug und damit die Arbeit des Graveurs zu zerstören und andererseits ein Ergebnis in wiederholbarer und hoher Serienqualität sicherzustellen. Nach dem Prägen wird das Werkstück entgratet und erhält seine endgültige Außenform.

IN DER EMAILLIEREREI

Deumer ist Deutschlands einzige Manufaktur, die diese über 3.500 Jahre alte Kunst noch heute in Serie beherrscht und anbietet. Bei dieser Cloisonné- bzw. Champlevé Emailletechnik wird das spätere Motiv mit durch Stegen getrennte Vertiefungen in Metall geprägt. Diese Vertiefungen werden dann mit einem in einer speziellen Flüssigkeit angesetzten Emaille-Pulver für jede Farbe des Motivs nacheinander jeweils getrennt aufgefüllt, getrocknet, gebrannt, geschliffen noch einmal gebrannt und schließlich poliert. Bei der „émail en basse taille“ wird unter der einfarbig transparenten Emaillierung im Grund noch einmal vertieft ein Motiv graviert.

IN DER LÖTEREI

In der Löterei wird aus den Einzelteilen ein Ganzes. Deumer verwendet unter anderem das besonders aufwendige Verfahren des Hartlötens. Dabei wird das Material aller Einzelteile  bis kurz vor den Schmelzpunkt erhitzt und dann gefügt. Dadurch entsteht eine unsichtbare nicht lösbare homogene Verbindung. Eine besondere Herausforderung ist das Hartlöten emaillierter Teile. Die Gefahr ist groß, dass  dabei die Farben verbrennen, sich im Abkühlprozess verstellen oder durch die Oberflächenspannung der unterschiedlichen Materialien reißen.

IN DER POLIEREREI

Eine Manufaktur braucht starke Hände: In der Poliererei. Diese Abteilung in der Manufaktur gibt jedem Werkstück seine endgültige Oberflächenstruktur. Noch verbliebene Kanten und Grate werden geschliffen, alle Flächen werden entweder komplett oder teilweise mattiert und poliert. Besonders das Polieren erfordert viel Kraft, Übung und Sorgfalt damit auch kleinste Unebenheiten ausgeglichen werden. Poliert wird auch heute noch von Hand auf dem Polierbock mit einer Vielzahl von Scheiben aus unterschiedlichsten Materialien und einer noch größeren Anzahl von Polierpasten.

IN DER GALVANIK

Die Galvanik ist eines der Herzstücke der Manufaktur Deumer. Jedes Werkstück erhält hier seinen finalen Edelmetallüberzug für die Oberflächenfarbe. Auch dieses Handwerk erfordert den Spezialisten, gründliche Ausbildung und jahrelange Erfahrung, nicht zuletzt um allen Umweltauflagen beim Umgang mit den im Prozess eingesetzten Säuren und Laugen Rechnung zu tragen. Deumer investiert laufend in die neueste Technologie um seiner Verantwortung für die Umwelt und Nachhaltigkeit gerecht zu werden. Die Überzüge enthalten einen auf Nanobasis entwickelten Korrosionsschutz, der das Anlaufen  minimiert.

IN DER PACKSTUBE

Am Packtisch kommen die Dinge zusammen. Endlich kommt die fertige Auszeichung, der Orden oder die Medaille in die seit Alters her so bezeichnete Packstube. Hier werden auch die Gravuren nach Kundenwünschen in verschiedenen Schrifttypen auf Vorder- und Rückseite vorgenommen. Kundige Augen und Hände in weißen Handschuhen montieren, kontrollieren und verpacken jedes Produkt, bevor es endlich seine Reise aus der Manufaktur im Sauerland zu den Kunden in Deutschland, Europa, Asien und in Übersee antritt. Jedes Produkt begleitet das Qalitäts-Versprechen von Wilhelm Conze, das Bestreben mit jeder Lieferung die eigene Ehre einzulegen und immer nur das Beste vom Guten zu liefern.